Filmische Dokumentationen zum deutsch-jüdischen Kulturerbe

Seit 2010 erforscht das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ) mit dem Projekt „German Jewish Cultural Heritage“ (GJCH) die Geschichte deutscher Juden weltweit – insbesondere jener, die zu den 300.000 jüdischen Flüchtlingen aus NS-Deutschland (1933-1945) gehörten. In 60 Ländern hat die „Spurensuche“ begonnen, mit Zeitzeugen-Interviews, Text- und Fotorecherchen, der Erkundung von Kunstsammlungen, Bibliotheken, Kultgegenständen und vielem mehr. Eine Medienpartnerschaft mit der Deutschen Welle macht es dabei möglich, dass schon jetzt ein ganzes Panorama deutsch-jüdischer Kultur online geht und in Bälde auch im Fernsehen gezeigt wird. In Kooperation mit dem MMZ haben DW-Journalisten bereits in zehn Ländern recherchiert, dokumentiert und viele Zeitzeugen befragt (Argentinien, Brasilien, China, Israel, Litauen, Portugal, Südafrika, Türkei, Ukraine, USA). Die entstandenen Kurzfilme werden ab Januar 2013 in der DW-Sendung „Kultur 21“ ausgestrahlt, und sie können bereits jetzt auf der Website der Deutschen Welle in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Russisch) angeschaut werden. Zusätzlich dazu hält die DW-Website umfangreiches Foto- und Audiomaterial zum Thema bereit. „Filme und Forschung ergänzen sich ganz hervorragend und machen die deutsch-jüdische Kulturwelt nun einem sehr breiten Publikum zugänglich“, freut sich MMZ-Projektleiterin Dr. Elke-Vera Kotowski. „In einem weiteren, langfristigen Schritt soll dann eine international vernetzte open access-Datenbank entstehen, durch die das erforschte Gut digital für jedermann erreichbar sein wird.“

Die DW-Kurzfilme über deutsch-jüdisches Kulturerbe in 10 verschiedenen Ländern sind ab sofort zugänglich unter: www.dw.de/spurensuche

Informationen zum laufenden Forschungsprojekt: www.germanjewishculturalheritage.com

Rückfragen zum Projekt:
Dr. Elke-Vera Kotowski
Tel. 0331 – 280 94 12