"Die Jugend Abrahams"

Premiere

Uraufführung der ersten hebräischen Oper in der Musikgeschichte, “Die Jugend Abrahams” von Michail Gnesin (komponiert 1922-1923 in Palästina)

Die Premiere findet am 25. März 2017 in Gera statt, danach sind 5 weitere Aufführungen geplant. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Jugend Abrahams
Kammeroper in drei Szenen nach den Legenden aus der Aggada
Musik von Michail Gnesin, Orchestriert von Boris Filanovsky
Nachdem König Nimrod von Astrologen prophezeit worden ist, ein neugeborener Knabe werde eines Tages seine Herrschaft in Frage stellen, verfügt er die Ermordung aller männlichen Nachkommen in seinem Land. Terach jedoch entschließt sich, seinen Sohn Abraham in einer Höhle zu verstecken. Dort wächst Abraham allein in beinahe völliger Abgeschiedenheit auf. Nur Terach stellt einen Kontakt zur Außenwelt dar und versorgt ihn mit Nahrung. Doch eines Tages tritt Abraham aus der Höhle. Er erblickt zum ersten Mal die gerade untergehende Sonne. Abermals fühlt er sich allein gelassen. Doch bald erfreut er sich des Anblicks des Mondes und der Sterne und schläft ein. Als er wieder erwacht, macht sich Abraham Gedanken über Anfang und Ende der Welt, über Gut und Böse und über den Sinn des Lebens. Da erscheint zu seiner großen Überraschung die Morgenröte. Die symbolisch aufgeladene Geschichte über die Jugend des Stammvaters Israels und dessen Streben nach Welterkenntnis diente dem Komponisten, Musikwissenschaftler und Pädagogen Michail Gnesin (1883-1957) als Inspirationsquelle dieser Kammeroper. 1922 komponierte er den größten Teil des Werks in Palästina und beendete den Klavierauszug der Oper Anfang Januar 1923 in Moskau. Jascha Nemtsov hat das Manuskript dieser ersten explizit jüdischen Oper in hebräischer Sprache in einem Moskauer Archiv wiederentdeckt. Nemtsov: „Gnesins Grundgedanke zum Wesen der Musik besteht darin, dass die musikalische Sprache einerseits geeignet ist, außermusikalische Bilder plastisch vorstellbar zu gestalten, und dass sie andererseits einen stark ausgeprägten philosophischen Aspekt beinhaltet.“