Workshop

"Shoah in der DDR-Literatur"

Organisation: Prof. Dr. Irmela von der Lühe und Prof. Dr. Helmut Peitsch

Ausgehend von der Kontroverse zwischen Wolfgang Emmerich einerseits und Carola Hähnel-Mesnard und Katja Schubert andererseits (2016), ob für die DDR-Literatur gelte: „Kein Holocaust nirgends“, und sich diese „Leerstelle in der ostdeutschen Literatur nach 1990“ fortgesetzt habe, soll der Workshop ein Forschungs- und vier Dissertationsvorhaben zur Shoah in der DDR-Literatur vorstellen, die in Berlin, Potsdam und Jena in thematisch unterschiedlich orientierten Graduiertenkollegs (Jüdische Studien, Historische Bezüge zwischen Arbeiterbewegung und Judentum, Das 20. Jahrhundert und seine Repräsentationen) entstehen. Sowohl die Breite des von den ForscherInnen bearbeiteten Materials als auch die Unterschiedlichkeit ihrer Zugänge versprechen nicht nur Neues, sondern auch eine lebhafte Diskussion. Die Reihe der Projektvorstellungen bewegt sich von Überlebenden als Akteuren über Vermittler in Verlagen und Zeitschriften, auch von Theorie und Geschichte, zu literarischen Texten, im Überblick wie im Werk einer einzelnen Autorin.

 

9.30 – 10.30 Einstiegsdiskussion kontroverser Positionen zur Shoah in der DDR-Literatur

10.45 – 11. 45 Alexander Walther (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Europäisches Kolleg Historisches Institut Jena – Das 20. Jahrhundert und seine Repräsentationen): Jüdische Überlebende als Akteure der öffentlichen Erinnerung an die Shoah in der DDR

12.00 – 13.00 Ulrike Schneider (Institut für Religionswissenschaft/Jüdische Studien Potsdam, früher Makom/Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam): Thematisierung von Jüdischem in DDR-Literaturzeitschriften

14.30 – 15.30 Konstantin Baehrens (Ludwig Rosenberg Kolleg Historische Bezüge zwischen Arbeiterbewegung und Judentum / Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam): Antisemitismus als „Zerstörung der Vernunft“ bei Georg Lukács

15.45 – 16.45 Anja Thiele (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Europäisches Kolleg Historisches Institut Jena – Das 20. Jahrhundert und seine Repräsentationen): Repräsentation der Shoah in der belletristischen Literatur der DDR 

17.00 – 18.00 Fiona Hennerkes (Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg): Die Bedeutung jüdischer Figuren im Werk von Christa Wolf

 

Der Workshop ist öffentlich, aber um Anmeldung wird nicht nur wegen der begrenzten Plätze gebeten, sondern auch, damit den TeilnehmerInnen die Texte der KontrahentInnen der Kontroverse zugestellt werden können, die der Einstiegsdiskussion zugrundeliegen sollen.

Anmeldung unter: info@selma-stern-zentrum.de