Vortrag

Was ist so interessant am deutschen Zionismus?

PD Dr. Stefan Vogt
Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie und Historisches Seminar | Goethe-Universität Frankfurt am Main

Obwohl die zionistische Bewegung nur eine kleine Minderheit unter den deutschen Juden repräsentierte, und obwohl die deutschen Zionistinnen und Zionisten nur eine relativ kleine Sektion innerhalb der zionistischen Weltbewegung ausmachten, hat der deutsche Zionismus gerade in den letzten Jahren ein ganz erstaunliches wissenschaftliches Interesse erfahren. Woran liegt das? Der Vortrag argumentiert, dass anhand des deutschen Zionismus eine Reihe von Dichotomisierungen infrage gestellt werden können, welche die historischen und die politischen Debatten um den Zionismus häufig bestimmen. Er zeigt, dass es gerade seine ambivalente Zwischenposition zwischen hegemonialem und subalternem Nationalismus ist, die den deutschen Zionismus so interessant und für die historische Forschung so relevant macht.

Im Anschluss an den Vortrag laden die Fachschaftsräte zu einem Empfang mit Imbiss ein.

Veranstalter: School of Jewish Theology, Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft und die Fachschaftsräte der Fächer, Universität Potsdam