Konferenz

Ernst Akiba Simon (1899-1988): Life, Work and Controversies between Germany and Israel.

Simon LBI NY-CRAnlässlich des 30. Todestages von Ernst A. Simon im August 2018 soll zum ersten Mal in einer internationalen Konferenz mit Nachwuchswissenschaftlern ein breites Spektrum von Themen und Fragen aus Leben und Werk des 1899 in Berlin geborenen israelischen Pädagogen und Intellektuellen diskutiert werden.

Simon wirkte seit den frühen 1920er als Autor mit einer umfangreichen publizistischen Tätigkeit auf die Diskurse des deutschsprachigen Judentums. Geprägt von seiner Freundschaft zu Nehemia Nobel und Franz Rosenzweig galt ihm seine religiöse Einstellung als eine Art intellektueller Redlichkeit. Sie wurde zum Wegweiser für sein politisches Handeln in der zionistischen Jugendbewegung, der Mittelstelle für Jüdische Erwachsenenbildung, dem Brith Schalom sowie in der frühen religiösen Friedensbewegung im Israel der 1950er Jahre. Der Pädagoge Simon sah in der jüdischen Erwachsenenbildung unter dem Nazi-Regime das Potential eines geistigen Widerstands. Martin Buber nannte Ernst Simon einst einen „Brückenbauer“. Und in der Tat versuchte dieser seit seiner Jugend Menschen unterschiedlicher Positionen in Kontakt und ins Gespräch zu bringen. So trat Simon für eine jüdisch-arabische Verständigung genauso ein, wie für den christlich-jüdischen Dialog nach der Shoa. In Israel wirkte er bei der Gründung des Leo Baeck Instituts Jerusalem mit. Zudem lehrte am Jewish Theological Seminary in den USA.

In den Konferenzbeiträgen werden philosophische und pädagogische Fragen genauso aufgegriffen, wie persönliche und intellektuelle Beziehungen Simons. Dem voran wird eine biographische Einordnung in den politischen und historischen Kontext der deutsch-jüdischen und deutsch-israelischen Geschichte zwischen den 1920er und 1980er Jahre gestellt. Neben dem Ziel mit dieser Konferenz einzelne Forschungsaspekte zu Ernst Simon zusammen zu führen und daraus einen positiven Effekt auf die jeweilige Arbeit zu erreichen, soll vor allem der Kontakt zwischen den NachwuchswissenschaftlerInnen und ForscherInnen hergestellt und vertieft werden.

 

Programm:

20. August

11 Uhr

OPENING

Prof. Dr. Rainer Kampling (FU Berlin) & Dr. Irene Aue-
Ben-David (LBI Jerusalem)
   
11.15 – 12.00 Uhr  LIFE AND WORK

Marco Kissling (TU Braunschweig/University of Potsdam):
Berlin – Potsdam – Jerusalem: Building Bridges

   
12.00 – 12.45 Uhr  ERNST SIMON AND FRANZ ROSENZWEIG

Dr. Enrico Lucca (Simon Dubnow Institute, Leipzig) &

Dr. Ynon Wygoda (Martin Buber Society, Jerusalem): Ernst Simon and the Early Reception of Franz Rosenzweig and his Philosophy

   
12.45 – 14.15 Uhr  Lunch Break
   
14.15 – 15.00 Uhr ERNST SIMON AS EDUCATOR

Prof. Dr. Jan Woppowa (University of

Paderborn):
Jewish Adult Education as Spiritual Resistance

   
15.00 – 15-45 Uhr

Dr.des Miriam Szamet (HU Jerusalem): Between the History of Education and Teacher Training in Israel: Ernst A. Simon at the Hebrew University

   
18.00 Uhr

Podiumsdiskussion [Link]

Religiöser Humanismus – Religiöse Erziehung. Im Andenken an den Pädagogen Ernst Akiba Simon

Mit: Prof. Dr. Jan WOPPOWA, Prof. Dr. Doron KIESEL, Dr. Ingrid WIEDENROTH-GABLER, Annett ABDEL-RAHMAN und Dr. Anja SIEGEMUND

 

 

21. August

9.30 – 10.15 Uhr

HISTORY AND POLITCS

Daniel Lerman (Tel Aviv University): A Political Biography of Ernst Simon

   
10.15 – 11.00 Uhr

Patrick Bahners (FAZ, Frankfurt):
“Ranke und Hegel” and the Crisis of Historicism

   
11.00 – 11.45 Uhr

Yemima Hadad (University of Potsdam):
Kav Ha-tichum: The Line of Demarcation: The Non-Categorical Imperative

   
11.45 – 12.15 Uhr  Coffee Break
   
12.15 – 13.00 Uhr FRIENDSHIP

PD Dr. Thomas Meyer (Berlin):

Ernst Simon und Leo Strauss – From Zionism to Theocracy. The History of a Friendship.

   
13.00 – 13.30 Uhr FINAL DISCUSSION
   
13.30 Uhr Conference Lunch

 

Leo Baeck Jerusalem

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