Dr. phil. Lutz Fiedler ist Postdoktorand des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit Juli 2017 entwickelt er im Forschungsbereich „Transkulturelle Geschichte des Judentums – Extra-Territorialität“ das Konzept einer Forschungsgruppe über Traditionen jüdischer Diasporapolitik im 20. Jahrhundert. In diesem Rahmen arbeitet er an einem Habilitationsprojekt, das dem Leben und Wirken von Nahum Goldmann (1895–1982), dem „Staatsmann ohne Staat“ und einstigem Präsidenten des World Jewish Congress gewidmet ist.

Lutz Fiedler hat Mittlere und Neuere Geschichte und Philosophie an der Universität Leipzig studiert. Von September 2006 bis März 2013 war Fiedler als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e.V. an der Universität Leipzig beschäftigt. Für sein Dissertationsprojekt „Der Kompass in der Geschichte. Die Israelische Sozialistische Organisation (Matzpen) und die Erfindung eines anderen Israels“ (Betreuer: Prof. Dr. Dan Diner) verbrachte er 2008/09 einen vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderten einjährigen Forschungsaufenthalt am Richard Koebner Minerva Center for German History an der Hebräischen Universität Jerusalem. Seine Dissertation wurde 2015 an der Universität Leipzig verteidigt und erschien 2017 unter dem Titel Matzpen. Eine andere israelische Geschichte bei Vandenhoeck & Ruprecht in der Schriftenreihe des Simon-Dubnow-Instituts. Zwischen Oktober 2014 und Juni 2017 war Fiedler als Postdoc-Fellow im ERC-Project „JudgingHistories. Experience, Judgement, and Representation of World War II in an Age of Globalization“ (PI: Dan Diner) an der Hebräischen Universität in Jerusalem tätig.