Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe

Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin
Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe

Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe wurde 1979 in Zabrze (Polen) geboren. Er studierte Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Kulturgeschichte und osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina. Anschließend promovierte er mit einer Biographie von Stepan Bandera, die dessen politischen Kult erforscht und sich mit der Massengewalt ukrainischer Nationalisten sowie der Faschistisierung der Organisation Ukrainischer Nationalisten auseinandersetzt.  Die Arbeit wurde an der University of Alberta und der Universität Hamburg geschrieben und 2012 in Hamburg verteidigt. Rossoliński-Liebe arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und in einem Forschungsprogram über den Antisemitismus an europäischen Universitäten am Wiener Wiesenthal Institut. Seit 2012 ist er Postdoc-Mitarbeiter am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, wo er mit der Unterstützung der Fritz-Thyssen-Stiftung die Erinnerung der ukrainischen Diaspora an den Holocaust erforschte und aktuell die deutsch-polnische Kollaboration im Zweiten Weltkrieg untersucht. In den letzten Jahren war er Stipendiat der Claims Conference, United States Holocaust Memorial Museum, The Harry Frank Guggenheim Foundation und der Fondation pour la Mémoire de la Shoah.