Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg

Das Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (ZJS) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es steht sowohl für die transdisziplinäre Vernetzung von Jüdischen Studien, als auch für die Förderung des Dialoges in der Forschungslandschaft im Raum Berlin-Brandenburg. Das zentrale Anliegen besteht darin, die Pluralität bereits bestehender Forschung erkennbar zu machen und Synergien zwischen den Forschenden und den Forschungseinrichtungen mit einem breiten Kooperationsangebot zu intensivieren. Charakteristisch dafür ist die Konstitution des Zentrums: Erstmalig in der Geschichte der Berlin-Brandenburger Wissenschaft wurde von fünf Universitäten und zwei Forschungseinrichtungen der Region in einem Gemeinschaftsakt eine Einrichtung Jüdischer Studien ins Leben gerufen. Zu den Trägereinrichtungen gehören die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität PotsdamEuropa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (seit 2014) sowie das Abraham Geiger Kolleg und das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien.

Kooperationen

Eine intensive Kooperation zwischen Forschenden wird durch das Kollegium Jüdische Studien Berlin-Brandenburg angeregt. In diesem finden sich die Nachwuchsforscherinnen und -forscher des ZJS ebenso wieder wie am Zentrum assoziierte Forschende. Das Kollegium lädt wöchentlich zu einem Colloquium ein, in welchem Forschungsprojekte aus dem Kollegium sowie international renommierter Forscherinnen und Forscher vorgestellt werden. Zur Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum, dessen Trägereinrichtungen und der Vielfalt an Forschungsinstituten in der Region kooperiert das ZJS mit verschiedenen Einrichtungen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich der Assoziation am sowie der Kooperation mit dem Zentrum anzuschließen.

Forschung

Die Nachwuchsforschung wird in einer zentrumseigenen Graduiertenschule gefördert. Integriert sind sowohl Mitglieder des ZJS als auch Assoziierte. Die Forschenden bringen sich durch die eigenverantwortliche Leitung unterschiedlicher Forschungs- und Arbeitsgruppen, die jeweils ein Colloquium anbieten, ein. Dabei findet sowohl eine kontroverse Auseinandersetzung über die jeweiligen Forschungsprojekte als auch die Entwicklung neuer Vorhaben statt. Die Transdisziplinarität, der sich das Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg verschrieben hat, schlägt sich in den zahlreichen Forschungsprojekten nieder. Zur Anregung von Forschungssynergien werden unter der Rubrik Forschungsfelder Personen und Projekte repräsentiert.

Studium

Studierenden wird durch das vom ZJS erstellte Kommentierte Vorlesungsverzeichnis Jüdischer Studien in Berlin-Brandenburg ein Überblick geboten. Darin wird das Veranstaltungsprogramm der Studiengänge, die Jüdische Studien anbieten, angeführt, sowie einzelne Veranstaltungen zu Jüdischen Studien repräsentiert.

Publikationen

Mit der Schriftenreihe Europäisch-jüdische Studien, die vom ZJS in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum herausgegeben wird und beim Verlag De Gruyter erscheint, wurde ein Auftakt zu weiteren Publikationsreihen gesetzt.

Bibliotheken und Archive

Das Bibliotheks- und Archivverzeichnis gibt eine Übersicht über die Bestände der Trägereinrichtungen des ZJS und weiterer Einrichtungen.

Veranstaltungen

Mit einem breiten Veranstaltungsprogramm lädt das Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie die interessierte Öffentlichkeit zur Diskussion ein. Neben einer Vortragsreihe, Buchvorstellungen und weiteren Veranstaltungen finden international ausgerichtete Konferenzen statt.