Pressemitteilung zur Eröffnung des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg 2012

Pressemitteilung zur 2. Förderphase des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg 2017

Pressemitteilung zur Umbenennung des ZJS in Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg

 

Stimmen der Laudatoren zur Eröffnung des ZJS

Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung:

“Das europäische Judentum spielt in der Geschichte Europas eine zentrale Rolle. In Berlin und Brandenburg gab und gibt es die größte Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland. Deshalb unterstützen wir das Zentrum, an dem die entsprechenden Fachbereiche der drei großen Berliner Universitäten, der Universität Potsdam, des Moses Mendelssohn Zentrums und des Abraham Geiger Kollegs beteiligt sind. Das Zentrum wird der Ausbildung von Kantoren, Rabbinern und Wissenschaftlern einen wichtigen Schub geben und international Ausstrahlung entfalten.”

Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin:

“Ich begrüße das Projekt sehr, denn es ist für die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Judentum nicht nur aus historischer und theologischer, sondern auch aus geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlicher Sicht ein bedeutsames und interessantes Thema. Die Option, diesen Forschungsgegenstand – der in erster Linie nach Wissen und Aufklärung verlangt – interdisziplinär zu behandeln, wird durch den neuen wissenschaftlichen Kooperationsverbund verwirklicht. Außerdem erhoffe ich mir einen intensiven Transfer von Ergebnissen, beispielsweise in die Praxis unserer Schulen, in die Medien und in das öffentliche Leben.”

 

Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin:

“Das neue Zentrum führt die sehr unterschiedlichen Schwerpunkte jüdischer Studien in Berlin und Brandenburg zusammen. Die Freie Universität Berlin setzt durch ihre Beteiligung am Zentrum ihre eigene Tradition der Förderung der judaistischen Forschung fort, die 1952 mit den regelmäßigen Vorlesungen zur jüdischen Geschichte und Literatur begann und 1963 mit der Gründung des ersten Instituts für Judaistik an einer deutschen Universität fest verankert wurde. Mit seiner starken Konzentration auf Nachwuchsförderung stellt das Zentrum die Weichen für die Ausbildung einer neuen Forschergeneration, die den jüdischen Studien in Deutschland internationale Strahlkraft verleihen soll.”

 

Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Präsident der Technischen Universität Berlin:

“Die TU Berlin freut sich sehr, mit ihrem Zentrum für Antisemitismusforschung am neugegründeten Zentrum Jüdische Studien vertreten zu sein. Dabei ist allen Beteiligten bewusst, dass die Antisemitismusforschung im Kern ein Thema der Mehrheitsgesellschaft ist und bleibt und die Jüdischen Studien nur am Rande berührt. Die Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, Frau Prof. Dr. Schüler-Springorum, ist seit mehr als 15 Jahren eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der deutsch-jüdischen Geschichte und vereint in ihrer Person beide Aspekte. Damit wird die historische Zunft am interdisziplinär ausgerichtetem neuen Zentrum prominent vertreten sein.”

 

Prof. Oliver Günther, Ph.D., Präsident der Universität Potsdam:

“Mit dem Zentrum entsteht im Zusammenschluss wissenschaftlicher Institutionen in Berlin und Potsdam ein national einzigartiger interdisziplinärer Forschungscluster. Die kluge Bündelung der in der Region vorhandenen nicht-konfessionellen und theologischen Ausprägungen der Jüdischen Studien verspricht bereichernde Impulse für Wissenschaft und Forschung. Mit mehreren Juniorprofessuren und einer strukturierten Doktorandenausbildung werden ideale Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs geschaffen. Das Zentrum wird schnell zu einer eigenen Identität finden und international sichtbar werden.”

 

Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka, Rektor des Abraham Geiger Kollegs:

“Das Zentrum Jüdische Studien ist eine bedeutende Säule für die Institutionalisierung Jüdischer Theologie in Deutschland und wird das gemeinsame Studium konservativer und liberaler Rabbiner und Kantoren ermöglichen. Damit bekommt das ZJS eine europäische Perspektive für die Renaissance jüdischen Lebens nach der Schoa.”

 

Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums Potsdam:

“Mit dem ZJS wird es einfacher, sich auf dem Gebiet der Jüdischen Studien komplex zu bilden, und es wird noch spannender, auf diesem Gebiet zu forschen. Das macht Berlin-Brandenburg für in- und ausländische Studenten und Wissenschaftler noch attraktiver.”